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Es ist der traditionelle Höhepunkt der Karnevalssaison in New Orleans: Der Mardi Gras. Jedes Jahr im Februar bzw. Anfang März steht in der Deep-South-Metropole im Mississippi-Delta die Welt ein wenig Kopf: Umzüge, Maskenbälle, Musik, farbenfrohe Kostüme und ausgelassene Atmosphäre prägen das mehrtägige Fest und locken Touristenströme zum Feiern ins French Quarter rund um die berühmte Bourbon Street.
Was für die einen ein bunter Spaß ist, ermöglichen andere erst durch ihre Professionalität, ihre Wachsamkeit und ihr Engagement: Einsatzkräfte von Rettungsdiensten, Feuerwehr und Polizei sind gefordert, damit Besucherinnen und Besucher sich gut und sicher fühlen. Nur so können die Events genossen werden und einzigartige Erinnerungen entstehen – Voraussetzung für Großveranstaltungen in aller Welt, ob Fußballturnier, Popkonzert oder Volksfest, beispielsweise den Sanfermines-Stierrennen in Pamplona.
„Medizinische Notfälle sind bei Veranstaltungen dieser Größenordnung unvermeidlich“, sagt Christopher Keller, Deputy Chief of Operations der New Orleans Emergency Medical Services (NOEMS). Das Spektrum reicht von kleineren Blessuren durch „Beads“ – traditionell im Rahmen der Umzüge geworfene Perlenketten – über ernstere Verletzungen etwa aufgrund von Auseinandersetzungen bis sogar hin zu Geburten am Rande der Festzüge. Der Mardi Gras fordert die Rettungskräfte trotz großer Professionalität der dort Beschäftigten nicht nur wegen der Komplexität des Geschehens heraus. Schon allein das Einsatzaufkommen bringt sie an den Rand ihrer Kapazitäten.
In New Orleans vervierfacht sich die Einwohnerzahl zum Mardi Gras: Eine Million Gäste kommen für das Schauspiel in die Stadt. Wo Menschenmassen in Feierlaune unterwegs sind und oftmals auch viel Alkohol im Spiel ist, ergibt das viel Arbeit für Sicherheitskräfte. Während der diesjährigen Auflage der großen Party gingen beim Rettungsdienst NOEMS 40 Prozent mehr Notrufe als im Vorjahr ein – über 3.000 an der Zahl. Dabei verfügen die NOEMS seither über 35 Prozent weniger Personal. Dass trotzdem eine Leistungsbewertung von über 90 Prozent (mehr als der nationale Durchschnitt) erreicht wurde, war auch der Nutzung neuester technischer Lösungen zu verdanken.
Body-Cams: Rettungskräfte profitieren von Live-Streams, Echtzeit-Lagebild und Training-Videomaterial
Vor einigen Jahren entschied sich das Street Medicine Assisted Use Team (SAMU), ein spezialisierter medizinischer Notdienst innerhalb der NOEMS, in die Lösungen von Axon zu investieren. Insbesondere die Einführung von Body-Cams und das Live-Streaming von deren Bildern in die Einsatzzentrale via Axon Respond ermöglichte, Effizienz und Effektivität der Einsatzkräfte zu steigern. Eine interaktive Karte zeigt nun in Echtzeit die jeweilige Position der Fahrzeuge und Teams an – das klassische Kork-Board, auf dem die Dispatcher früher die Pins noch per Hand bewegt haben, hat ausgedient. Alles ist miteinander vernetzt und die Stränge laufen in der Zentrale zusammen. Mitarbeiter dort stellen problemlos Verbindung zu den einzelnen Body-Cam-Trägern her, sehen, was diese sehen, und können direkt mit ihnen kommunizieren.
Wie wertvoll diese Fähigkeiten sind, zeigte sich im Rahmen einer kritischen Lage beim Mardi Gras des vergangenen Jahres. Es war zu einer Schießerei gekommen – die Nutzung der Body-Cams bewährte sich: Denn dank der Kameras gelang es, ein vollständiges Lagebild zu bekommen: „Wir konnten die Einsatzlage in der Einsatzzentrale per Livestream verfolgen. Damit hatten wir großartigen Lageüberblick konnten in Echtzeit im Auge behalten, wie es den Patienten ging und wie die Gesamtlage aussah“, erinnert sich Dr. Meg Marino, Medial Director der NOEMS. „Ich kann mir kaum vorstellen, wie die Situation ohne diese ‚situational awareness‘ gewesen wäre, das war von unschätzbarem Wert.“
Neben den Vorteilen bei der Einsatzleitung profitieren die Retter auch vom Nutzen der Body-Cams für Ausbildung und Training: Alle ausbildenden Einsatzkräfte sind mit Kameras ausgestattet. Sie verwenden das aufgezeichnete Material, um mit den Auszubildenden Notrufe durchzugehen und mit ihnen Nachbesprechungen durchzuführen.
Mehr Schutz und Transparenz für Einsatzkräfte
„Letztlich haben unsere Mitarbeitenden für uns die oberste Priorität“, betont NOEMS-Deputy Chief of Operations Keller. „Die Axon-Technologie bietet uns eine zusätzliche Ebene an Schutz – und dafür, gegenüber der Öffentlichkeit, der wir dienen, Rechenschaft ablegen zu können.“
NOEMS-Medical Director Marino resümiert: „Unser Team ist einfach großartig – voller Einsatz, Jahr für Jahr. Da stecken viel Planung und Hingabe drin, und lange Arbeitszeiten, besonders diese Woche – aber wir schaffen es jedes Jahr wieder, das immer erfolgreich.“